DVB-T2 HD im Wohnmobil

DVB-T2 HD im Wohnmobil

Camper kennen das Problem: viele Wohnmobil- oder Wohnwagenstellplätze in Deutschland haben aufgrund von Bäumen oder Häusern, welche in der Nähe stehen, einen unterirdisch schlechten Satellitenempfang. Abhilfe schaffte dabei schon immer der Fernsehempfang über DVB-T. DVB-T steht für "Digital Video Broadcasting - Terrestrial", zu deutsch etwa "Digitale Videoübertragung - Antennenfernsehen" und bezeichnet die Variante die im Gegensatz zur Satellitenunterstützten Variante über terrestrische, also erdgebundene Wege empfangen werden kann. DVB-T ist seit 1997 als Empfangmethode verfügbar und in vielen europäischen, sowie asiatischen und afrikanischen Ländern die meistbenutzte Empfangsart.

DVB-T2 HD

Wie die Satellitenvariante vor einiger Zeit erfährt nun auch die terrestrische Variante eine Erneuerung hin zu DVB-T2 HD. Dabei bietet die neue Variante eine deutlich bessere Empfangsqualität, da sie Formate in der hohen Auflösung Full HD unterstützt, sowie zudem deutlich mehr Programme als das Vorgängerformat (es sind rund 40 Programme in den Ballungsräumen empfangbar).

Der Umzug von DVB-T zu DVB-T2 HD erfolgt ab dem 29. März 2017 in den Ballungsräumen und bis Mitte 2019 bundesweit. Im Rahmen einer ersten Stufe sind seit dem 31. Mai 2016 sechs Programme in einigen ausgewählten Regionen verfügbar - die bisherige Resonanz bezüglich Empfangsstabilität und -qualität sind dabei äußerst positiv.

Für Nutzer des Formats DVB-T gibt es nun folgendes zu beachten: Wenn der Umstieg auf DVB-T2 HD Mitte 2019 bundesweit abgeschlossen ist, endet dort das DVB-T Angebot. Möchte man also nicht plötzlich ohne funktionierenden TV Empfang dastehen, sollte man sich rechtzeitig um den Umstieg auf DVB-T2 HD kümmern. Für den Empfang von DVB-T2 HD benötigt man speziell auf diese Empfangsvariante zugeschnittene Empfangsgeräte - die alten DVB-T Boxen sind dafür leider nicht nutzbar. Diese neuen Empfangsgeräte - seien es Fernsehgeräte oder Set-Top-Boxen - müssen mit dem neuen grünen DVB-T2 HD Logo ausgerüstet sein, damit ein Empfang möglich ist. Alte Fernsehgeräte können selbstverständlich weiter genutzt werden, solange ein DVB-T2 HD fähiges externes Empfangsgerät verwendet wird.

Auf der offiziellen Internetseite zu DVB-T2 HD Hat man zudem die Möglichkeit, sich genauer zu informieren. Zum Beispiel ist es möglich, dort eine Übersicht zu erlangen, welche Programme im Zuge der Umstellung auf DVB-T2 HD frei empfangbar sind und welche nicht. Die öffentlich-rechtlichen Programme zum Beispiel wie ARD HD, ZDF HD oder die regionalen Drittsender werden kostenfrei empfangbar sein. Möchte man allerdings auch die privaten Sender wie zum Beispiel RTL HD, SAT1 HD oder Pro7 HD sehen, ist dies nicht kostenfrei möglich. Diese Sender werden als Gruppe über eine Plattform namens freenet TV vermarktet. Der Empfang dieser Sendergruppe kostet pro Jahr 69€.

Weiterhin ist es auf der offiziellen Informationsseite von DVB-T2 möglich, einen Empfangscheck für jeweilige Regionen durchzuführen oder sich die verschiedenen Endgeräte anzuschauen, durch welche der Empfang von DVB-T2 HD überhaupt erst möglich wird.

Fazit

Möchte man nicht weiter darauf angewiesen sein, dass der Empfang über die Satellitenschüssel ausschlaggebend ist für die Qualität des Fernsehens, sollte man in Erwägung ziehen, ein Upgrade auf DVB-T2 HD vorzunehmen. Die Empfangsqualität ist dort gesichert und wird nicht beeinflusst von etwaige äußeren Einflüssen. Kunden, welche bereits ihr Fernsehsignal über DVB-T beziehen, sollten sich langsam Gedanken um den Umstieg machen und sich ein entsprechendes DVB-T2 HD Gerät zulegen, um auch in Zukunft qualitativ hochwertiges Fernsehen, allerdings in einer besseren Qualität und mit einer größeren Programmvielfalt, genießen zu können.