Navigationssysteme für das Wohnmobil & stets sicher zum Ziel

Der Atlas im Wohnmobil gehört zwar teilweise noch zum Urlaub dazu, doch immer mehr Camper setzen auf ein modernes Navigationssystem. Mit einem solchen lassen sich praktische Routen finden, auch kann der Fahrer hier vor Staus gewarnt werden. In diesem Artikel werden sechs Navigationssysteme speziell für den Einsatz im Wohnmobil vorgestellt. Außerdem finden sich hier praktische Informationen, was ein solches Gerät leisten sollte.

Was sollte ein Navi für das Wohnmobil können?

Die Hauptaufgabe eines Navigationssystems ist natürlich die exakte Wegbeschreibung. Damit dies gelingen kann, sind aktuelle Karten notwendig. Einige Anbieter versorgen ihre Geräte deshalb mit Updates, die in verschiedenen Zeiträumen verteilt werden. Dies ist notwendig, sodass die Navigation auf neu gebauten Straßen möglich ist.

Ein Wohnmobil weist andere Ausmaße auf wie ein Auto, deshalb müssen diese Daten bei der Routenerstellung berücksichtigt werden. Teils sind Brücken und Straßen nur mit einem bestimmten Gespann Gewicht befahrbar, auch sind überbreite Wohnmobile in einigen Tunnels nicht zugelassen. In diesen Fällen ist es von Bedeutung, dass das Navi diese Daten erfassen kann.

Zuletzt sollte ein Navigationsgerät natürlich auch über eine innovative Menüführung und Bedienung verfügen. Dies ist notwendig, sodass die Zieleingabe schnell vonstattengeht. Besonders hochwertige Navigationsgeräte verfügen hier sogar über eine Spracheingabe, sodass etwa der nächste Rastplatz ganz ohne Bildschirmberührung angesteuert werden kann.

Becker Transit 70 LMU – groß und günstig

Die Frontscheibe eines Wohnmobils ist vergleichsweise groß, da fällt ein großes Navigationsgerät nicht negativ auf. So verbaut das Becker Transit 70 LMU Navigationsgerät einen enormen 7 Zoll Bildschirm. Dieses kapazitive Display kann einfach per Fingertipp gesteuert werden, am Gehäuse des Gerätes finden nur ein Einschalter Platz.

Wichtiger als ein scharfes Display ist jedoch die Navigation. Auch hier kann das Transit 70 LMU in einigen Punkten überzeugen. So erstellt das Navigationsgerät verschiedene Routen zur Verfügung, die auch noch mit einem Höhenprofil ausgestattet werden. Dies erlaubt eine exakte Routenplanung, sodass auch mit schweren Gespannen die Fahrt sicher durchgeführt werden kann. Bei der Routenplanung werden zudem die vom Nutzer eingegebenen Fahrzeugdaten berücksichtigt, eine Stauinfo ist auch an Bord.

Auf den ersten Blick bietet das Becker Transit 70 LMU alle wichtigen Funktionen eines Navigationssystems für das Wohnmobil. Leider vergaß der Hersteller jedoch, Daten über verschiedene Campingplätze hinzuzufügen. Diese Funktion ist bei vielen anderen Anbietern vorhanden, sodass schnell ein passender Stellplatz gefunden werden kann.

Falk NEO 640 Camper – ein günstiger Anwärter

Ein Navigationsgerät mit sechs Zoll Bildschirmdiagonale ist wohl ideal für die Verwendung in einem Wohnmobil. So stattet Falk das Falk Neo 640 Camper Navigationssystem inkl. ADAC Camping/Stellplatzführer 2014 mit einem solchen Display aus. Dieser lässt sich natürlich mit einfachen Fingerbewegungen steuern. Leider fällt jedoch die Qualität des Bildschirms nicht so blendend aus, er wirkt etwas blass und kontrastarm.

Im Gegensatz dazu kann die Navigationssoftware in einigen Punkten überzeugen. Wurden die Wohmobildaten eingegeben, so werden diese bei der Berechnung der Routen berücksichtigt. Auch lassen sich verschiedene Routen auswählen, diese können gar in der 3-D-Ansicht abgefahren werden. Leider fehlt jedoch ein Staumelder, hier muss der Fahrer also noch immer auf die Verkehrsmeldung im Radio zurückgreifen. Dafür bietet das Navi von Falk eine umfangreiche Campingplatzdatenbank, sodass ein Stellplatz einfach angesteuert werden kann.

Garmin Camper 760 LMT-D – der Klassiker am Markt

Navis von Garmin überzeugen seit vielen Jahren durch praktische Funktionen sowie einer hohen Qualität. Auch das Garmin camper 760LMT-D EU Navigationsgerät kommt mit einem hochauflösenden Bildschirm daher, der in der Diagonale große 7 Zoll misst. Die Eingabe mit dem Finger geht hier einfach von der Hand, noch komfortabler ist jedoch die Sprachsteuerung. Auch kann im Gerät von Garmin das umfangreiche Kartenmaterial überzeugen, kostenlose Updates werden ebenso garantiert. Somit bleibt das Gerät stets auf dem neuesten Stand. Auch der integrierte Staumelder kann überzeugen, dafür muss jedoch auf eine Datenbank der aktuellen Campingplätze verzichtet werden. Der benötigte Stellplatz muss also vor Fahrtantritt vom Nutzer selbst ausgesucht werden.

Navgear RSX-60 DVB-T Camper – günstig und auch gut?

Ein Navigationsgerät für rund 200 Euro, das bietet Navgear mit dem RSX-60-DVBT Europa . Dabei spendiert der Hersteller dem Modell einen 6-Zoll-Bildschirm, dessen Auflösung jedoch nur gering ausfällt. Für die Navigation ist diese aber ausreichend.

Die Bedienung der installierten Software geht zwar schnell von der Hand, jedoch sind einige Einstellungen sehr verzweigt. Hier ist ein Suchen erforderlich, manch ein Anbieter löst dies intuitiver. Eine Staumeldung fehlt zwar bei diesem Gerät, dafür kommt es mit einem DVB-T Empfänger daher. Mit diesem lässt sich das TV-Signal empfangen, sodass während einer Pause ferngesehen werden kann. Negativpunkte des günstigen Gerätes sind jedoch die Verarbeitung der Halterung sowie die Kartenupdates. Diese sind nur für zwei Jahre kostenfrei möglich.

Snooper Ventura Pro DB8500 – teuer und gut

Mehr als 600 Euro kostet das Snooper Ventura PRO Sound DB8500. Hierfür bekommt der Käufer ein voll ausgestattetes 7-Zoll-Navi geboten. So sind hier unter anderem eine TV-Antenne, ein Stauwarner und eine Berücksichtigung der Fahrzeugdaten an Bord. Die Bedienung ist jedoch teils etwas gewöhnungsbedürftig, auch die Grafikeigenschaften des Bildschirms sind nicht ideal. Insgesamt kann das Gerät jedoch mit einer äußerst umfangreichen Ausstattung punkten.

TomTom Go Live Camper & Caravan – klein aber fein

TomTom verbaut im Go Live Camper & Caravan nur ein 5-Zoll-Display. Dieses ist scharf und kontrastreich, auch die notwendigen Fahrzeugdaten lassen sich hier schnell eingeben. Überzeugen kann beim kleinen Modell vor allem die Navigation und die Routenplanung, hierbei werden jedoch nur Fahrzeuggewichte bis 5 Tonnen berücksichtigt. Die Ausstattung des Gerätes wird mit einer Campingplatzdatenbank sowie einem Staumelder abgerundet.