Sperrzone für ältere Wohnmobile

Immer mehr Städte in Deutschland, aber auch europaweit, richten sogenannte Umweltzonen ein. In diesen dürfen nur Pkws mit grüner beziehungsweise teilweise auch mit gelber Plakette fahren. Dies gilt auch für die Wohnmobile und Reisemobile.

Wie kommt man an eine gelbe oder grüne Umweltplakette?

Sperrzone für ältere Wohnmobile Für Besitzer älterer Wohnmobile, deren Caravan in einer dieser Städte zugelassen wurde oder aber die vermehrt in diese Städte reisen, lohnt es sich, das eigene Fahrzeug von einer Fachwerkstatt umrüsten zu lassen. Dies ist jedoch nicht bei jedem Modell möglich. Deshalb sollten Sie Ihre Fachwerkstatt aufsuchen, die sich darüber direkt beim Hersteller Ihres Wohn- oder Reisemobiles informieren kann. Die Möglichkeit des Umrüstens hängt unter anderem von der Leistung und der Motorisierung des Fahrzeuges ab.

Umrüstungskosten

Die Umrüstung kostet Sie zwischen 1.000 Euro bei einem einfachen Filter bis zu circa 3.300 Euro, wenn Sie ein komplexeres Modell benötigen. Der Staat beteiligt sich unter Umständen mit bis zu 300 Euro an den Umrüstungskosten. Diese Möglichkeit besteht aber nur bis zum Ende des Jahres 2011, danach wird dieses Programm wahrscheinlich nicht neu aufgelegt. Gerade deshalb sollten Sie sich in diesem Jahr für eine Umrüstung entscheiden.

Wer sein Wohnmobil in den nächsten Monaten oder Jahren verkaufen möchte, sollte es unbedingt mit einem Rußfilter ausstatten lassen. Dies hebt den Wiederverkaufswert enorm an, denn der neue Besitzer wird darauf achten. Er möchte sich nicht Gedanken darüber machen müssen, ob er mit seinem neuen Wohnmobil in diese oder jene Stadt reisen kann oder nicht.




Ausnahmen von der Regelung

Ausnahmen gibt es durchaus. Wer in einer Stadt wohnt, die eine Umweltzone eingerichtet hat, kann unter besonderen Voraussetzungen bei der Verwaltung eine Sondergenehmigung beantragen, die aber auch mit einigen Kosten zu Buche schlägt. So haben zum Beispiel gehbehinderte Menschen die Möglichkeit, wenn sie Ihren Behindertenausweis hinter die Windschutzscheibe legen, ohne Probleme in den Umweltzonen zu fahren. Führt eine Autobahn durch eine Umweltzone, so darf diese selbstverständlich von allen Autofahrern auch ohne grüne Umweltplakette genutzt werden.
Auch wer sich eine Umrüstung des Reisemobiles finanziell nicht leisten kann, sollte versuchen, unter Offenlegung seiner finanziellen Verhältnisse eine Ausnahme zu beantragen. Diese gilt dann aber nur für die jeweilige Stadt, in der das Fahrzeug angemeldet ist. Generell dürfte es aber relativ schwierig sein, diese Ausnahme zu erhalten, da Reisemobile durchaus als Luxusgut gezählt werden. Haben Sie kein zweites Fahrzeug zur Verfügung, könnte es aber mit der Ausnahmeregelung klappen.

Folgen der Nichteinhaltung der Umweltzone

Wer unberechtigt in einer Umweltzone aufhält beziehungsweise dort parkt, muss mit einer Geldstrafe von mindestens 30 Euro und einem Punkt im Verkehrsregister in Flensburg rechnen. Hat man schon ein paar Punkte in Flensburg, so kann dies durchaus zum Führerscheinentzug führen.

Überlegen Sie sich bitte deshalb genau, ob Sie eine Umweltplakette benötigen oder ob Sie auch weiterhin darauf verzichten können. Natürlich können Sie die Umrüstung jederzeit nachholen, aber ab dem nächsten Jahr dann eben ohne finanzielle Unterstützung durch den Staat.
Auf der Homepage vom Bundesumweltamt informiert die Umweltbehörde ausführlich über bestehende und geplante Umweltzonen in Deutschland.