Grenzmuseum Schifflersgrund

Das Thüringisch-Hessische Grenzmuseum Schifflersgrund im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal ist Mahnmal, Begegnungsstätte und Lernort an der überwundenen innerdeutschen Grenze.

Wohnmobilstellplatz am Grenzmuseum Schifflersgrund

Der Wohnmobilstellplatz am Grenzmuseum Schifflersgrund liegt auf dem Parkplatz am Thüringisch-Hessische Grenzmuseum im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal.

Grenzmuseum Schifflersgrund

Ausstattung

Wasser und Stromanschluss sind vorhanden. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, den Inhalt ihrer Toilette gegen eine geringe Gebühr zu entsorgen.

Grenzmuseum Schifflersgrund

Das Museum liegt auf einem Teilstück der ehemaligen innerdeutschen Grenze inmitten der hessisch-thüringischen Landschaft und widmet sich der Dokumentation, dem Verständnis und dem Gedenken an jene Zeit, die Deutschland von 1949 bis zur Öffnung der Grenze prägte.

Auf einen Blick bietet das Grenzmuseum Schifflersgrund dem Besucher eine anschauliche Führung durch die historischen Abläufe, Methoden und Lebensrealitäten, die mit dem Grenzregime verbunden waren. Im Fokus stehen dabei nicht ausschließlich technische Details, sondern auch die menschlichen Erfahrungen, die sich hinter den Grenzbefestigungen verbergen. Die Ausstellung versteht sich als Dokumentationszentrum, das sowohl sachliche Informationen als auch eindringliche Zeugnisse bündelt, um das historische Gedächtnis wachzuhalten.

Ein zentrales Erscheinungsbild des Geländes ist der markant emporragende Grenzbeobachtungsturm aus Beton, der bereits aus der Ferne eine imposante Präsenz zeigt. Sein Erscheinungsbild erinnert an die Allgegenwärtigkeit der Grenzsicherung und an die ständige Überwachung, die das Alltagserleben vieler Bürgerinnen und Bürger prägte. Daneben erstreckt sich über eine Länge von mehr als 1,5 Kilometern der originale Abschnitt des ehemaligen innerdeutschen Grenzzauns. Dieser überlieferte Streifen der Grenze ermöglicht einen konkreten Blick in die baulichen Gegebenheiten jener Jahrzehnte, in denen Grenzregime, Staatssicherheit und Alltagsleben eng miteinander verflochten waren.

Zu den besonderen Exponaten des Museums gehören Originalstücke des Grenzsignalzauns aus dem sogenannten Streckmetall, ein Zeugnis der technischen Systeme, die der Grenzsicherung dienten. Die Ausstellung präsentiert darüber hinaus Grenzsicherungsfahrzeuge, die im Einsatz an der innerdeutschen Grenze eine zentrale Rolle spielten, sowie einen Grenzhubschrauber, dessen Konstruktions- und Einsatzgeschichte ein Fenster zu den organisatorischen und logistischen Abläufen der Grenzüberwachung öffnet. Jedes Objekt hat seinen eigenen Beitrag zur historischen Einordnung und lädt zur eingehenden Auseinandersetzung mit den damaligen Herausforderungen und Lösungen der Grenzsicherung ein.

Das Grenzmuseum Schifflersgrund verfolgt mehrere zentrale Zielrichtungen. Erstens bietet es eine faktenbasierte Darstellung der Grenzgeschichte, die sich an verifizierbaren Quellen, Zeitzeugenberichten und dem ursprünglichen Ausstellungsbestand orientiert. Zweitens schafft es einen dialogischen Raum, in dem Besucherinnen und Besucher Fragen stellen, Perspektiven wechseln und ein gedeihliches Verständnis für die Beweggründe der handelnden Akteure entwickeln können. Drittens legt es besonderes Gewicht auf das Gedenken an die Menschen, deren Lebenswege durch die Grenze geprägt wurden – seien es Fluchtversuche, Alltagsbewältigungsstrategien oder familiäre und gesellschaftliche Belastungen, die mit der Berücksichtigung der Vergangenheit verbunden sind.

Der Besuch im Grenzmuseum Schifflersgrund kann sowohl als eigenständige Exkursion als auch als Teil einer thematischen Bildungserfahrung erfolgen. Die Ausstellung versteht sich als Ressource für Schulen, Universitäten, Vereine und andere Einrichtungen, die sich mit Geschichte, Politik, Sozialwissenschaften oder Zeitgeschichte beschäftigen. Neben der festen Ausstellung bieten Führungen, die den historischen Kontext vertiefen, sowie didaktisch aufbereitete Materialien, die Lehrenden und Lernenden neue Zugänge zur Thematik eröffnen. Die Vermittlung orientiert sich dabei an einem respektvollen, sachlichen Ton, der der Ernsthaftigkeit der Inhalte gerecht wird und zugleich die Neugierde der Besucherinnen und Besucher anregt.

Besonders zu betonen ist die Bedeutung, historische Ereignisse nicht isoliert, sondern im Zusammenhang zu betrachten. Die Grenzgeschichte lässt sich nicht auf bloße Grenzanlagen reduzieren; sie umfasst politische Entscheidungen, sicherheitsbehördliche Strukturen, internationale Beziehungen, sozialer Druck und individuelle Schicksale. Aus diesem Grund legt das Grenzmuseum Schifflersgrund großen Wert auf eine ganzheitliche Perspektive, die technische Aspekte mit persönlichen Erfahrungsberichten verknüpft und so zu einem umfassenden Verständnis der Zeit vor der Grenzöffnung beiträgt.

Besucherinformation

Ziel des Museums ist es, Geschichte transparent zu vermitteln, das Gedenken an jene Zeit wachzuhalten und einen reflektierten Blick auf die politische Geschichte Europas zu ermöglichen.

Die Ausstellung verbindet sachliche Informationen mit historischen Kontexten, persönlichen Berichten und visuellem Material, um ein ganzheitliches Verständnis der Grenzzeit zu fördern.

Barrierefreiheit, informative Beschilderung und ergänzende Audioguides unterstützen eine orientierte und angenehme Erkundung des Geländes.

Der Rundgang durch das Grenzmuseum Schifflersgrund lädt ein zu einer verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und der Verantwortung für gegenwärtiges und zukünftiges Gedenken.

Das Grenzmuseum Schifflersgrund öffnet seine Türen für Besucherinnen und Besucher das ganze Jahr über zu folgenden Zeiten: Montag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr. Bitte beachten Sie, dass das Museum an Heiligabend (24. Dezember) sowie an Silvester (31. Dezember) geschlossen bleibt.

Kontakt

Arbeitskreis Grenzinformation e.V.
Platz der Wiedervereinigung 1
37318 Asbach-Sickenberg
Telefon: +49 36087 98409
E-Mail: info@grenzmuseum.de
Web: www.grenzmuseum.de

Weitere Informationen zum Stellplatz

  • Inhaber: Arbeitskreis Grenzinformation e.V.
  • Anschrift: Platz der Wiedervereinigung
  • PLZ und Ort: 37318 Asbach-Sickenberg
  • Telefon: +49 36087 38409
  • Homepage: www.grenzmuseum.de
  • Bundesland: Thüringen
  • Region(en): Werratal
  • Typ: Museen

Anfahrt
Von Bad Sooden Allendorf Richtung Sickenberg fahren. Das Museum ist ausgeschildert.

Bemerkungen & Hinweise
ganzjährig geöffnet

GPS-Koordinaten
51°17'03.9"N 9°59'45.0"E

Gebühren
10,00 Euro

Anzahl der Stellplätze
10

Umweltzone
nein

Untergrund
Schotter

Lage
Stellplätze auf dem Parkplatz am Thüringisch-Hessische Grenzmuseum im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Ausstattung
Entsorgung während der Öffnungszeiten des Museum, Strom und Wasser je 1 Euro. Behindertengerecht

Freizeitangebote
Besuch im Grenzmuseum täglich von 10:00 - 17:00 Uhr

Sehenswürdigkeiten i.d. Umgebung
• Grenzmuseum Schifflersgrund 0 km
• Salzmuseum 2 km
• historische Altstadt Sooden-Allendorf 3 km

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