Insel Fehmarn
Die Insel Fehmarn hat mehr zu bieten als Sonne, Strand und Wind. Die Insel überrascht mit konkreten, gut nutzbaren Sehenswürdigkeiten, die sich in kurzer Zeit verbinden lassen und dem Besucher klare Orientierung geben. Beginnen Sie in Burg auf Fehmarn. Dort prägt die historische Altstadt das Bild: gepflasterte Gassen, kleine Fouque-Häuser und das lebendige Hafenviertel vermitteln ein direktes Gefühl für das Inselleben. Am Hafen von Burgstaaken steht das Meereszentrum Fehmarn, ein moderner Anlaufpunkt, der Besucher durch aquarien, interaktive Ausstellungen und verständliche Beschreibungen direkt in die Welt des Meeres einführt. Kinder und Erwachsene erleben hier Anschaulichkeit statt Theorie.
Sehenswürdigkeiten auf Fehmarn
Eine der markantesten Linien der Insel führt zur Fehmarnsundbrücke. Die imposante Stahlkonstruktion verbindet Fehmarn mit dem Festland und bietet aus der Nähe beeindruckende Perspektiven auf Wasser, Ebbe und darüber hinaus Delphine – zumindest in der Theorie der Sichtachsen. Wer Zeit für eine kurze Wanderung hat, sollte entlang des Ufers im Bereich des Hafens von Burgstaaken gehen. Von dort aus eröffnen sich Blickachsen auf die Küste, den offenen Ostsee-Raum und die Segelboote, die hier in der Saison zwischen Ankerplatz und Werft pendeln.
Ein weiteres Highlight ist der Leuchtturm Flügge. Von der Küste aus wirkt er wie ein fixierender Eckpunkt der Inselnatur: Ein Ort, an dem Mensch und Meer sich greifbar begegnen. Wer den Blick vom Leuchtturm aus genießt, erkennt die Weite der Ostsee ebenso wie die feinen, oft unruhigen Wellenlinien entlang der Küste.
Fehmarn gelingt durch diese klaren, miteinander verbundenen Elemente: Geschichte, Meer, Technik. Eine kompakte Reise mit wiederkehrenden Ankerpunkten, die sich mühelos in einen unkomplizierten Inselaufenthalt integrieren lässt.
Der Jimi Hendrix Gedenkstein
Das Love-and-Peace-Festival auf der Insel Fehmarn zählt zu den bedeutendsten Musikveranstaltungen der frühen 1970er-Jahre in Deutschland. Es fand vom 4. bis zum 6. September 1970 in der Nähe des Leuchtturms Flügge statt und zog insgesamt etwa 25.000 Besucher an. Damit war es nicht nur ein musikalisches Ereignis, sondern auch ein Ausdruck des gesellschaftlichen Wandels, der von der internationalen Friedens- und Protestbewegung geprägt war.
Das Festival sollte ein Zeichen für Frieden, Verständigung und eine neue, freiheitlichere Lebensweise setzen. Sein Name knüpfte bewusst an die Ideale der Hippie-Bewegung an. Über mehrere Tage hinweg traten zahlreiche Künstler und Bands auf, die unterschiedliche Stilrichtungen der damaligen Rock- und Popmusik vertraten. Die Besucher kamen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und Europas nach Fehmarn, um gemeinsam Musik zu erleben und die besondere Atmosphäre eines großen Open-Air-Festivals zu genießen.
Besondere historische Bedeutung erlangte die Veranstaltung durch den Auftritt von Jimi Hendrix. Der US-amerikanische Gitarrist war bereits international bekannt und galt als einer der einflussreichsten Musiker seiner Zeit. Sein Auftritt auf Fehmarn war zugleich sein letzter großer Open-Air-Auftritt. Nur wenige Tage später, am 18. September 1970, starb Hendrix in London. Rückblickend erhielt das Festival dadurch eine herausragende Bedeutung in der Geschichte der Rockmusik.
Die Bedingungen auf dem Festivalgelände waren allerdings schwierig. Regen, Wind und organisatorische Probleme beeinträchtigten den Ablauf und stellten sowohl die Veranstalter als auch die Besucher vor erhebliche Herausforderungen. Dennoch blieb das Love-and-Peace-Festival als außergewöhnliches Ereignis in Erinnerung. Es verband die musikalische Aufbruchsstimmung jener Zeit mit den politischen und gesellschaftlichen Idealen der Friedensbewegung.
Heute erinnert ein Gedenkstein in der Nähe vom Campingplatz Flügger Strand an das Festival und insbesondere an Jimi Hendrix’ letzten großen Open-Air-Auftritt. Der Erinnerungsort macht deutlich, welche Bedeutung die Veranstaltung für die regionale Kulturgeschichte und die internationale Musikgeschichte besitzt. Obwohl das Festival nur wenige Tage dauerte, hat es sich dauerhaft in das kulturelle Gedächtnis Fehmarns eingeschrieben. Es steht bis heute für den Versuch, Musik, Freiheit und Friedensideale in einem gemeinsamen öffentlichen Ereignis zu verbinden.

Jimi Hendrix Gedenkstein
Besichtigungsschiff Eduard Nebelthau
Das Besichtigungsschiff Eduard Nebelthau ist ein ehemaliges Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Über viele Jahre hinweg stand das Schiff im Dienst der maritimen Rettung und leistete einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschen in Seenot. Heute erinnert es als Ausstellungsschiff an die anspruchsvolle und verantwortungsvolle Arbeit der Seenotretterinnen und Seenotretter.
Seit Februar 2020 liegt die Eduard Nebelthau im Yachthafen Burgtiefe. Dort hat sie einen besonderen Ehrenplatz an der Erlebnispromenade auf Höhe des Rundstegs erhalten. Die exponierte Lage ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, das historische Boot aus nächster Nähe zu betrachten und zugleich seine Einbindung in die maritime Umgebung zu erleben.
Der Zugang erfolgt über eine eigens errichtete Holztreppe. Auf diese Weise können Interessierte das Schiff betreten und einen unmittelbaren Eindruck von den räumlichen Bedingungen an Bord gewinnen. Die Ausstellung vermittelt anschaulich, unter welchen Voraussetzungen die Besatzungen ihren Dienst verrichteten und welche Bedeutung eine zuverlässige Seenotrettung für die Sicherheit auf See besitzt.
Ein Rundgang über die Eduard Nebelthau bietet zudem die Möglichkeit, die Atmosphäre eines ehemaligen Rettungsbootes direkt zu erfahren. Enge Arbeitsbereiche, technische Ausstattungen und die besondere Gestaltung des Schiffes lassen erahnen, wie konzentriert und professionell die Besatzungen bei ihren Einsätzen handeln mussten. Damit verbindet die Ausstellung historische Information mit einem authentischen Erlebnis.

Besichtigungsschiff Eduard Nebelthau
U-Boot-Museum Burgstaaken
Das ausgemusterte U-Boot U11 der Bundesmarine ist heute das Wahrzeichen von Burgstaaken und bildet das Herzstück des dortigen U-Boot-Museums. Es wurde zwischen 1966 und 1968 von der Howaldtswerke Deutsche Werft GmbH in Kiel gebaut und gehörte zur deutschen U-Boot-Flotte der Nachkriegszeit.
Die Ausstellung vermittelt umfangreiche Informationen über die Entwicklung, den technischen Aufbau und den Einsatz deutscher U-Boote nach dem Zweiten Weltkrieg. Besucherinnen und Besucher erhalten einen anschaulichen Einblick in die Aufgaben der Besatzungen sowie in die besonderen Anforderungen, die der Dienst unter Wasser mit sich brachte. Zahlreiche Ausstellungsstücke und Erläuterungen verdeutlichen, welche Bedeutung diese Boote für die maritime Sicherheit und Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland besaßen.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Besichtigung des U-Bootes selbst. Beim Rundgang durch die engen Gänge und einzelnen Abteilungen wird unmittelbar erfahrbar, unter welch beengten Bedingungen die Mannschaft an Bord lebte und arbeitete. Schlafplätze, technische Anlagen, Steuerungseinrichtungen und Arbeitsbereiche liegen dicht beieinander und vermitteln einen realistischen Eindruck vom Alltag der Besatzung. Der begrenzte Raum erforderte Disziplin, gegenseitige Rücksichtnahme und eine präzise Organisation sämtlicher Abläufe.
Das U11 verbindet somit technikgeschichtliche Information mit einem eindrucksvollen Besuchserlebnis. Es macht die Geschichte der deutschen U-Boot-Flotte anschaulich und zeigt zugleich, welche körperlichen und psychischen Herausforderungen der Einsatz auf einem U-Boot mit sich brachte. Als authentisches Originalschiff besitzt das Museum eine besondere historische Aussagekraft und bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, maritime Geschichte unmittelbar nachzuvollziehen.

U-Boot-Museum Burgstaaken
Die Burgruine Glambeck auf Fehmarn
Im Jahr 1210 ließ der dänische König Waldemar II. im heutigen Burgtiefe auf Fehmarn die Burg Glambek errichten. Die Anlage diente als Amtssitz seines königlichen Verwaltungsbeamten und sollte zugleich die dänische Herrschaft in der Region sichern. Als mächtige Backsteinfestung verfügte Glambek über eine vier Meter hohe Ringmauer, die der Burg Schutz und Wehrhaftigkeit verlieh. Ihre Lage an der Küste unterstrich zudem ihre strategische Bedeutung.
Im Laufe der Jahrhunderte verlor die Burg ihre ursprüngliche militärische Funktion. Ab 1558 wurde sie lediglich als Lagerhalle für Holz und Getreide genutzt. Diese veränderte Verwendung spiegelte den Bedeutungsverlust der Anlage wider. Während eines Kampfes im Jahr 1628 wurde die Burg schließlich zerstört. In der Folgezeit trug man große Teile der Mauersteine ab, um sie anderweitig zu verwenden. Die verbliebenen Reste verschwanden nach und nach unter dem Flugsand und gerieten weitgehend in Vergessenheit.
Erst die schwere Sturmflut vom 13. November 1872 legte die Ruine wieder frei. Durch die gewaltigen Wassermassen wurde der Sand abgetragen, sodass die historischen Überreste erneut sichtbar wurden. Seither erinnert die Burgruine Glambek an die wechselvolle Geschichte Fehmarns und an die einstige Bedeutung der Insel im dänischen Herrschaftsbereich.
Heute ist die Ruine ein kulturhistorisch bedeutsames Zeugnis mittelalterlicher Bau- und Regionalgeschichte. Besucherinnen und Besucher können die erhaltenen Mauerreste besichtigen und sich einen Eindruck von den einstigen Ausmaßen der Festung verschaffen. Die Burgruine Glambek ist frei zugänglich und kann kostenfrei besichtigt werden. Sie bietet damit eine interessante Möglichkeit, Geschichte unmittelbar vor Ort zu erleben.
Weitere Infos zur Burgruine gibt es unter:

Burgruine Glambeck auf Fehmarn
Steinzeitliches Langbettgrab
Am Wulfener Berg auf Fehmarn befand sich ein bedeutendes steinzeitliches Gräberfeld, das in die Zeit zwischen etwa 3600 und 3200 v. Chr. datiert wird. Die dort erhaltenen beziehungsweise archäologisch nachgewiesenen Großsteingräber gehören zur megalithischen Bautradition der Jungsteinzeit und zeugen von einer hoch entwickelten Bestattungskultur.
Besonders hervorzuheben sind die sogenannten Langbetten. Dabei handelt es sich um steinzeitliche Großsteingräber, die von einem langrechteckigen Erdhügel überdeckt wurden. Einige dieser Anlagen erreichten eine Länge von bis zu 130 Metern und werden aufgrund ihrer außergewöhnlichen Dimensionen als „Riesenbetten“ bezeichnet. Ihre Errichtung erforderte beträchtliche Arbeitsleistungen sowie eine organisierte Gemeinschaft, die den Abbau, Transport und die Aufschichtung großer Steinblöcke koordinieren musste.
Die Langbetten dienten vermutlich nicht ausschließlich als Grabstätten einzelner Personen. Vielmehr waren sie möglicherweise Orte gemeinschaftlicher Bestattungen und ritueller Handlungen. Die monumentale Gestaltung der Anlagen verlieh ihnen eine weithin sichtbare und vermutlich bewusst repräsentative Wirkung. Dadurch konnten sie nicht nur dem Totenkult, sondern auch der symbolischen Markierung des Siedlungs- und Landschaftsraumes dienen.
Das Gräberfeld am Wulfener Berg ist daher von erheblicher Bedeutung für die Erforschung der jungsteinzeitlichen Gesellschaften in Norddeutschland. Die Monumente geben Aufschluss über religiöse Vorstellungen, soziale Strukturen und technische Fähigkeiten der damaligen Bevölkerung. Zugleich verdeutlichen sie, dass die Menschen bereits vor mehr als 5.000 Jahren in der Lage waren, groß angelegte Bauprojekte zu verwirklichen.
Die Riesenbetten stellen somit ein herausragendes Zeugnis der megalithischen Kultur dar. Ihre außergewöhnlichen Ausmaße und ihre Einbindung in ein größeres Gräberfeld machen den Wulfener Berg zu einem wichtigen archäologischen Fundplatz. Er erinnert daran, dass die Landschaft Fehmarns nicht nur durch natürliche Gegebenheiten, sondern auch durch die monumentalen Hinterlassenschaften früher Gemeinschaften geprägt wurde. Die archäologischen Befunde ermöglichen einen Einblick in eine Epoche, in der Tod, Erinnerung und gemeinschaftliche Identität durch eindrucksvolle Bauwerke dauerhaft in der Landschaft verankert wurden.

Steinzeitliches Langbettgrab Fehmarn
Weitere Infos zum Steinzeitliches Langbettgrab Fehmarn gibt es unter:
Die Fehmarnsundbrücke
Die Fehmarnsundbrücke zählt zu den bedeutendsten Bauwerken Schleswig-Holsteins und gilt zugleich als Wahrzeichen der Insel Fehmarn. Seit ihrer Inbetriebnahme am 30. April 1963 verbindet sie den Süden der Insel mit dem schleswig-holsteinischen Festland. Mit ihrer markanten Form prägt sie bis heute das Landschaftsbild und stellt ein wichtiges Zeugnis der Verkehrs- und Ingenieursgeschichte der Region dar.
Die Brücke überquert den etwa 1300 Meter breiten Fehmarnsund und besitzt eine Gesamtlänge von 963 Metern. Ihr charakteristischer Stahlbogen hat eine Spannweite von 248 Metern und erreicht 45 Meter über der Fahrbahn seinen höchsten Punkt. Der Bogen selbst ist ungefähr 268,5 Meter lang. Aufgrund ihrer auffälligen Gestalt wird die Fehmarnsundbrücke im Volksmund liebevoll als „Kleiderbügel“ bezeichnet. Diese Bezeichnung verweist auf die geschwungene Konstruktion, die der Brücke ihr unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht.
Mit dem Bau der Brücke wurde der bis dahin bestehende Fährbetrieb zwischen Großenbroderfähre und Fehmarnsund ersetzt. Dadurch entstand eine direkte und leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen dem deutschen Festland und der Insel Fehmarn. Die Brücke wurde damit zu einem zentralen Bestandteil der sogenannten Vogelfluglinie. Diese Verkehrsverbindung verbindet die Großräume Hamburg und Kopenhagen und wurde seit den 1960er-Jahren kontinuierlich ausgebaut. Ihren Namen erhielt sie nach der parallel verlaufenden Flugroute von Kranichen und anderen arktischen Wasservögeln, die auf ihrem Zug zwischen Mitteleuropa und Skandinavien die Region überqueren.

Fehmarnbrücke
Ursprünglich verliefen sowohl eine eingleisige Eisenbahnstrecke als auch die Bundesstraße 207 über die Brücke. Die ehemalige Bahnstrecke führte auf einer Länge von 18 Kilometern von Großenbrode bis nach Puttgarden. Die Bundesstraße 207 verbindet Heiligenhafen mit Puttgarden, dem Ausgangspunkt der rund 19 Kilometer langen Fährverbindung nach Rødby in Dänemark. Damit war die Fehmarnsundbrücke nicht nur für den regionalen Verkehr von großer Bedeutung, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Verkehrsachse zwischen Deutschland und Dänemark.
Eine besondere Anerkennung erhielt das Bauwerk im Jahr 1999, als es unter Denkmalschutz gestellt wurde. Diese Entscheidung würdigt sowohl die technische Leistung als auch die architektonische Bedeutung der Brücke. Ihre Konstruktion veranschaulicht den Fortschritt des modernen Brückenbaus und zeigt, wie funktionale Anforderungen mit einer einprägsamen Gestaltung verbunden werden können.
Fehmarns Leuchttürme
Die Insel Fehmarn, die drittgrößte deutsche Ostseeinsel, ist nicht nur für ihre langen Strände, die abwechslungsreiche Küstenlandschaft und die zahlreichen Sonnenstunden bekannt. Ein besonderer Teil ihres kulturellen und maritimen Erbes sind die Leuchttürme. Sie weisen Schiffen seit Generationen den sicheren Weg, markieren gefährliche Untiefen und dienen zugleich als weithin sichtbare Orientierungspunkte. Jeder Turm besitzt eine eigene Geschichte, ein charakteristisches Erscheinungsbild und eine besondere Lage. Gemeinsam bilden die Leuchttürme ein eindrucksvolles Netz maritimer Bauwerke, das die Entwicklung der Schifffahrt und die wechselvolle Geschichte Fehmarns widerspiegelt.
Der Leuchtturm Marienleuchte
Nahe der kleinen Ortschaft Marienleuchte befindet sich der älteste Leuchtturm der Insel. Bereits sein Name verweist auf die historische Verbundenheit Fehmarns mit der dänischen Krone. Die Bezeichnung erinnert an die dänische Königin Sophie Magdalene, deren Name in der Geschichte des Ortes eine wichtige Rolle spielt. Damit steht der Leuchtturm nicht nur für die Sicherheit des Seeverkehrs, sondern auch für die politischen und kulturellen Beziehungen, die Fehmarn über Jahrhunderte geprägt haben.
Die ursprüngliche Marienleuchte wurde im 19. Jahrhundert errichtet und gehörte zu den frühen festen Seezeichen an der Küste. Ihr Licht sollte Schiffen helfen, die Gewässer rund um die Insel sicher zu passieren. Besonders für die Schifffahrt entlang der Ostseeküste war eine zuverlässige Orientierung von großer Bedeutung. Wechselnde Wetterbedingungen, dichter Nebel und starke Strömungen konnten die Navigation erheblich erschweren.
Im Jahr 1964 wurde der historische Turm durch einen modernen Stahlbetonbau ersetzt. Der heutige Leuchtturm entspricht damit den technischen Anforderungen der modernen Schifffahrt. Trotz seines sachlicheren Erscheinungsbildes bewahrt der Standort seine historische Bedeutung. Die Verbindung zwischen dem ursprünglichen Bauwerk und dem heutigen Turm macht Marienleuchte zu einem anschaulichen Beispiel dafür, wie sich maritime Technik im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat.

Leuchtturm Marienleuchte
Die Leuchttürme von Westermarkelsdorf
Am nordwestlichen Zipfel Fehmarns stehen zwei Leuchttürme dicht beieinander. Diese besondere Situation macht Westermarkelsdorf zu einem der interessantesten Leuchtturmstandorte der Insel. Der ältere Turm gilt als besonders formvollendet und zieht zahlreiche Spaziergängerinnen, Spaziergänger und Ausflügler an. Sein klassisches Backsteinmauerwerk, die Galerie und die rote Laterne verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen.
Der ältere Leuchtturm wurde im 19. Jahrhundert errichtet und war ursprünglich ein wichtiger Bestandteil der Küstenbefeuerung. Die Verwendung von Backstein entspricht der regionalen Bautradition und verleiht dem Turm eine warme, zugleich robuste Erscheinung. Im Gegensatz zu vielen rein funktionalen Seezeichen besitzt der Bau eine ausgeprägte architektonische Gestaltung. Die Galerie unterhalb der Laterne bildet dabei ein markantes Element und unterstreicht die ausgewogenen Proportionen des Turms.
Der zweite Leuchtturm von Westermarkelsdorf entstand später und übernahm ergänzende Aufgaben für die Navigation. Das Nebeneinander zweier Türme veranschaulicht, dass sich die Anforderungen an die Schifffahrt im Laufe der Zeit veränderten. Neue Fahrrinnen, größere Schiffe und verbesserte technische Möglichkeiten machten zusätzliche Orientierungshilfen erforderlich.
Heute ist Westermarkelsdorf nicht nur ein bedeutender maritimer Standort, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel. Die Lage am nordwestlichen Inselrand bietet weite Ausblicke über die Ostsee. Bei einem Spaziergang entlang der Küste lassen sich die beiden Türme aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Besonders eindrucksvoll wirkt der ältere Turm im Zusammenspiel mit der offenen Landschaft, dem Horizont und dem wechselnden Licht der Ostsee.

Leuchttürme von Westermarkelsdorf
Der Leuchtturm Staberhuk
An der Südostspitze Fehmarns erhebt sich der Leuchtturm Staberhuk. Er gilt ohne Zweifel als der ungewöhnlichste Leuchtturm der Insel. Seine besondere Gestaltung fällt sofort ins Auge: Der Turm präsentiert sich zweifarbig, mit gelbem Backstein auf einer Seite und roten Ziegelsteinen auf der anderen. Diese außergewöhnliche Farbgestaltung macht ihn zu einem unverwechselbaren Wahrzeichen der fehmarnschen Küste.
Die unterschiedliche Farbgebung ist nicht allein ein gestalterisches Detail. Sie verweist auf die Baugeschichte des Turms und auf Veränderungen, die im Laufe der Zeit vorgenommen wurden. Der Leuchtturm wurde im 19. Jahrhundert errichtet und später baulich erweitert beziehungsweise verändert. Dadurch entstand das charakteristische Erscheinungsbild, das ihn heute von den anderen Leuchttürmen Fehmarns unterscheidet.
Seine Lage an der Südostküste ist von besonderer nautischer Bedeutung. Die Küstenlinie ist dort durch offene See, wechselnde Winde und teilweise anspruchsvolle Bedingungen für die Schifffahrt geprägt. Das Leuchtfeuer von Staberhuk unterstützte die Orientierung der Schiffe und trug dazu bei, Gefahrenbereiche zu kennzeichnen.
Auch für Besucherinnen und Besucher besitzt der Leuchtturm eine große Anziehungskraft. Die markante Architektur lässt sich besonders gut aus der näheren Umgebung betrachten. Gleichzeitig eröffnet die Lage an der Küste einen unmittelbaren Eindruck von der Kraft und Weite der Ostsee. Staberhuk verbindet somit technische Funktion, regionale Baugeschichte und landschaftliche Wirkung auf eindrucksvolle Weise.

Leuchtturm Staberhuk
Der Leuchtturm Flügge
Im Südwesten der Insel befindet sich der Leuchtturm Flügge, der zu den bekanntesten und beliebtesten Wahrzeichen Fehmarns zählt. Er steht in einer offenen Küstenlandschaft und ist von weitem sichtbar. Der rot-weiß gehaltene Turm hebt sich deutlich vom Grün der Wiesen, dem Blau des Himmels und den Farben der Ostsee ab.
Besonders attraktiv ist die Möglichkeit, den Turm zu besteigen. Wer die 162 Stufen bis zur Aussichtsgalerie zurücklegt, wird mit einem beeindruckenden Rundblick belohnt. Bei klarem Wetter lässt sich von oben nicht nur die wunderschöne Insel Fehmarn überblicken. Auch die Weite der Ostsee wird sichtbar, und mitunter reicht der Blick sogar bis nach Dänemark.
Der Aufstieg vermittelt zugleich einen Eindruck von den baulichen Dimensionen des Turms. Mit jeder Stufe verändert sich die Perspektive auf die umliegende Landschaft. Aus der Höhe erscheinen Wege, Felder und Küstenabschnitte in einem größeren Zusammenhang. Der Leuchtturm wird dadurch nicht nur zu einem Aussichtspunkt, sondern auch zu einem Ort, an dem die geografische Lage Fehmarns besonders deutlich erfahrbar wird.
Flügge besitzt darüber hinaus eine wichtige historische Funktion. Wie die anderen Leuchttürme der Insel diente er ursprünglich vor allem der Sicherheit der Seefahrt. Sein Licht half Schiffen, sich an der Küstenlinie zu orientieren und gefährliche Bereiche zu umgehen. Heute verbindet der Turm diese maritime Vergangenheit mit einem modernen touristischen Angebot. Die Besichtigung ermöglicht es, Geschichte, Technik und Landschaft unmittelbar miteinander zu verknüpfen.
Die Leuchttürme Fehmarns sind weit mehr als technische Einrichtungen. Marienleuchte erinnert an die Verbindung zur dänischen Krone. Westermarkelsdorf zeigt die Entwicklung der Küstenbefeuerung und beeindruckt durch klassisches Backsteinmauerwerk. Staberhuk steht mit seiner ungewöhnlichen Zweifarbigkeit für eine besondere Baugeschichte. Flügge wiederum verbindet ein weithin sichtbares Wahrzeichen mit einem beliebten Aussichtspunkt.
Für den Tourismus haben die Leuchttürme ebenfalls große Bedeutung. Sie liegen an landschaftlich reizvollen Küstenabschnitten und sind häufig Ziel von Wanderungen und Fahrradtouren. Ihre Umgebung bietet Möglichkeiten zur Erholung, zur Naturbeobachtung und zur Beschäftigung mit der Inselgeschichte. Jeder Turm besitzt dabei seinen eigenen Charakter und eröffnet einen unterschiedlichen Blick auf Fehmarn.

Leuchtturm Flügge
Der Aussichtsturm Utkieker
Der Aussichtsturm Utkieker mit seiner imposanten Höhe von 16,50 Metern fügt sich harmonisch in die Umgebung am Yachthafen Burgtiefe an. Dieser barrierefreie Turm bietet sowohl für Einheimische als auch für Besucher eine einzigartige Möglichkeit, die Schönheit der Region aus einer neuen Perspektive zu erleben.
Die Zugänglichkeit des Turms ist durch die Wahl zwischen 72 Stufen und einem Aufzug gewährleistet, was ihn für Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen attraktiv macht. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist nicht nur ein einfacher Weg, sondern auch eine kleine Herausforderung, die mit einem lohnenden Ausblick belohnt wird.
Die Aussichtsplattform des „Utkieker“ eröffnet einen beeindruckenden Rundumblick, der seinesgleichen sucht. Von hier aus können Gäste die malerische Kulisse von Burgtiefe bewundern, den geschäftigen Yachthafen beobachten und die sanften Wellen des Burger Binnensees genießen. Darüber hinaus ist die offene Ostsee in ihrer vollen Pracht sichtbar, was den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.
Der Turm ist nicht nur ein Ort der Erholung und des Genießens, sondern auch ein idealer Standort für Fotografen und Naturliebhaber, die die Schönheit der Region festhalten möchten. Durch die geschickte Bauweise fügt sich der „Utkieker“ nahtlos in die Landschaft ein und bietet gleichzeitig einen modernen Kontrast zur natürlichen Umgebung.

Aussichtsturm Utkieker
Niobe Denkmal
Das Niobe Denkmal auf der Ostsee Insel Fehmarn erinnert an eine der schwersten Schiffskatastrophen in der Geschichte der Insel. Das Unglück ereignete sich im Jahr 1932, als das Segelschulschiff Niobe während eines plötzlich aufkommenden, schweren Sturms kenterte. Die Niobe diente der Ausbildung junger Marinesoldaten und befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Ostsee. Der Sturm entwickelte sich mit großer Heftigkeit und brachte das Schiff innerhalb kürzester Zeit in eine gefährliche Lage. Trotz der Bemühungen der Besatzung konnte das Segelschiff nicht mehr stabilisiert werden und kenterte schließlich. Für viele Menschen an Bord kam jede Hilfe zu spät.

Niobe Denkmal auf der Insel Fehmarn
Bei der Katastrophe verloren 69 Seeleute ihr Leben. Lediglich 40 Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück. Die hohe Zahl der Opfer machte den Untergang der Niobe zu einer der bedeutendsten maritimen Tragödien vor der Insel Fehmarn. Das Ereignis erschütterte nicht nur die Angehörigen der Verstorbenen, sondern auch die Öffentlichkeit und die deutsche Marine.
Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch auf Fehmarn?
Fehmarn zählt zu den beliebtesten Reisezielen an der deutschen Ostseeküste. Die Insel begeistert mit langen Sandstränden, idyllischen Dörfern, abwechslungsreichen Naturschutzgebieten und hervorragenden Bedingungen für Radfahrer, Wassersportler und Vogelbeobachter. Wann die beste Reisezeit ist, hängt daher maßgeblich davon ab, welche Aktivitäten im Mittelpunkt stehen.
Für klassische Strandtage und zum Baden sind die Monate Juli und August am geeignetsten. Wer hingegen Ruhe, moderate Preise und angenehme Temperaturen für Radtouren oder Ausflüge sucht, findet in den Monaten Mai, Juni und September oft die besseren Bedingungen. Wassersportler profitieren teilweise von der windreicheren Nebensaison, während die Wintermonate vor allem für Erholungssuchende interessant sind, die einsame Strände und eine ruhige Atmosphäre schätzen.
Strandurlaub und Baden: Ende Juni bis Ende August
Die klassische Sommersaison auf Fehmarn reicht ungefähr von Ende Juni bis Ende August. In dieser Zeit erreichen die Tageshöchsttemperaturen häufig etwa 20 bis 24 °C. Bei sonnigem und windstillem Wetter kann sich die Luft jedoch deutlich wärmer anfühlen. Die Ostsee erwärmt sich im Hochsommer meist auf ungefähr 17 bis 20 °C. Damit ist das Wasser für viele Urlauber angenehm, auch wenn es im Vergleich zu südlichen Reisezielen eher erfrischend bleibt.
Für einen typischen Badeurlaub empfiehlt sich insbesondere der Zeitraum von Anfang Juli bis Mitte August. Die Tage sind lang, viele Cafés und Freizeiteinrichtungen haben geöffnet, und die Wahrscheinlichkeit für längere sonnige Abschnitte ist vergleichsweise hoch. An den Stränden stehen dann alle Möglichkeiten für einen entspannten Urlaub zur Verfügung: Schwimmen, Sonnenbaden, Strandspaziergänge, Beachvolleyball oder Ausflüge entlang der Küste.
Allerdings ist die Hauptsaison auch mit einigen Nachteilen verbunden. Während der deutschen Schulferien, die je nach Bundesland etwa von Ende Juni bis Mitte oder Ende August reichen, ist Fehmarn besonders stark besucht. Campingplätze, Ferienwohnungen und Hotels sind häufig frühzeitig ausgebucht. Auch die Preise liegen in dieser Zeit meist über dem Niveau der Nebensaison. Wer im Juli oder August reisen möchte, sollte daher möglichst früh reservieren.
Für klassische Strandtage ist Anfang Juli ein besonders guter Kompromiss. Die Hauptsaison hat bereits begonnen, die Infrastruktur ist vollständig geöffnet, und die Wassertemperaturen steigen zunehmend an. Wer etwas mehr Ruhe bevorzugt, kann die erste Septemberhälfte in Betracht ziehen. Dann sind die Strände häufig deutlich leerer, während das Wetter weiterhin mild und für Spaziergänge oder einzelne Badetage geeignet sein kann.
Radfahren und entspanntes Sightseeing: Mai, Juni und September
Fehmarn lässt sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Die Insel ist überwiegend flach, und ein gut ausgebautes Wegenetz verbindet Küstenabschnitte, Naturschutzgebiete, kleine Dörfer und historische Sehenswürdigkeiten. Für Radtouren sind insbesondere Mai, Juni und September empfehlenswert.
In diesen Monaten liegen die Temperaturen häufig zwischen 15 und 22 °C. Das ist für längere Fahrradtouren angenehmer als hochsommerliche Hitze. Zudem ist die Insel weniger stark besucht als im Juli und August. Dadurch können Reisende die Landschaft in ruhiger Atmosphäre genießen und müssen an beliebten Ausflugszielen seltener mit langen Wartezeiten rechnen.
Der Mai bietet einen besonderen landschaftlichen Reiz, denn vielerorts blüht der Raps. Die leuchtend gelben Felder bilden einen starken Kontrast zum blauen Himmel und zur Ostsee und gehören zu den charakteristischen Eindrücken eines Fehmarn-Aufenthalts im Frühjahr. Auch für Fotografie und Spaziergänge ist diese Zeit sehr attraktiv.
Im Juni sind die Tage bereits lang, und die Temperaturen erreichen häufig sommerliche Werte, ohne dass die Insel schon vollständig ausgelastet ist. Viele Cafés, Ausflugsziele und Fährverbindungen haben zu dieser Zeit verlässliche Öffnungszeiten. Der September verbindet milde Temperaturen mit weniger Andrang. Besonders für Reisende, die Natur, Kultur und Bewegung miteinander verbinden möchten, ist er eine hervorragende Wahl.
Bei Fahrradtouren sollte jedoch stets berücksichtigt werden, dass Fehmarn eine vergleichsweise windreiche Insel ist. Selbst an sonnigen Tagen kann Gegenwind die Strecke anstrengender machen. Eine winddichte Jacke und flexible Kleidung gehören daher unabhängig vom Reisezeitraum ins Gepäck.
Wind- und Kitesurfen sowie Segeln
Fehmarn ist auch für Wassersportler ein beliebtes Reiseziel. Die Lage zwischen Ostsee und Fehmarnsund sorgt für häufige und teilweise kräftige Winde. Besonders geeignete Zeiträume für Wind- und Kitesurfen sowie für das Segeln sind März bis Mai und September bis November.
Im Frühjahr und Herbst ist der Wind häufig beständiger und stärker als im Sommer. Für erfahrene Surfer und Segler können dadurch sehr gute Bedingungen entstehen. Gleichzeitig sind die Strände und Reviere in der Nebensaison weniger überlaufen. Wer Wert auf viel Platz auf dem Wasser legt, findet in diesen Monaten oft ideale Voraussetzungen.
Das Wasser ist im Frühjahr und Herbst allerdings kühl. Ein passender Neoprenanzug ist deshalb unbedingt erforderlich. Je nach Wassertemperatur, Windstärke und persönlichem Kälteempfinden können zusätzlich Neoprenschuhe, Handschuhe oder eine Haube sinnvoll sein. Auch nach dem Wassersport sollte warme Wechselkleidung bereitliegen.
Der Sommer ist im Durchschnitt windärmer und daher besonders für Anfänger geeignet. Wer erste Erfahrungen im Kitesurfen sammeln oder in einem Kurs das Segeln lernen möchte, profitiert von den häufig moderateren Bedingungen. Außerdem sind im Sommer viele Schulen, Verleihe und Anbieter von Wassersportkursen geöffnet. Anfänger sollten dennoch stets die örtlichen Hinweise beachten und sich über Strömungen, ausgewiesene Surfbereiche sowie aktuelle Wetterbedingungen informieren.
Vogelbeobachtung: Mitte April bis Mai sowie Ende August bis Oktober
Fehmarn gehört zu den bedeutenden Rastgebieten für Zugvögel. Die Insel bietet mit ihren Küsten, Feuchtgebieten, Wiesen und Naturschutzflächen Lebensräume für zahlreiche Vogelarten. Für die Vogelbeobachtung sind vor allem zwei Zeiträume besonders interessant: Mitte April bis Mai sowie Ende August bis Oktober.
Im Frühjahr ziehen zahlreiche Vögel in ihre Brutgebiete. In den Feuchtgebieten und an den Küsten lassen sich unter anderem Watvögel, Gänse und verschiedene Greifvögel beobachten. Im Spätsommer und Herbst kehren viele Arten aus ihren nördlichen Brutgebieten zurück oder nutzen Fehmarn als Raststation auf dem Weg in wärmere Regionen.
Die Zugzeiten bieten nicht nur eine große Artenvielfalt, sondern häufig auch ausgezeichnete Lichtverhältnisse. Besonders am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sind die Landschaften ruhig und atmosphärisch. Für eine erfolgreiche Beobachtung empfiehlt es sich, ein Fernglas, wetterfeste Schuhe und gegebenenfalls ein Teleobjektiv mitzunehmen. Da viele Vögel empfindlich auf Störungen reagieren, sollten Besucher auf den markierten Wegen bleiben und ausreichenden Abstand halten.
Wer Ruhe sucht, findet in der Vogelbeobachtung eine besonders entschleunigende Möglichkeit, Fehmarn kennenzulernen. Außerhalb der Hauptsaison sind die Wege weniger frequentiert, und in den Naturschutzgebieten herrscht oft eine angenehme Stille.
Ruhige und günstige Auszeit: Ende Oktober bis April
Die Zeit von Ende Oktober bis April ist für einen klassischen Badeurlaub weniger geeignet. Dennoch kann Fehmarn auch im Winter und frühen Frühjahr einen besonderen Reiz entfalten. Die Strände sind häufig nahezu menschenleer, Spaziergänge entlang der Küste bieten viel Ruhe, und Unterkünfte sind oftmals deutlich günstiger als im Sommer.
In dieser Zeit muss mit wechselhaftem Wetter gerechnet werden. Temperaturen zwischen etwa 0 und 10 °C sind typisch, dazu kommen häufig kräftiger Wind, Regen und gelegentliche Stürme. An besonders unbeständigen Tagen können einzelne Angebote, Cafés oder Ausflugsziele eingeschränkte Öffnungszeiten haben. Reisende sollten sich deshalb vorab über die Verfügbarkeit ihrer gewünschten Aktivitäten informieren.

































Wohnmobilstellplatz Vandorf in Garz









In den letzten Wintern wurden Autofahrer durch viele Meldungen über eine Winterreifenpflicht zur Nutzung von Winterreifen verunsichert. Eine explizite Winterreifenpflicht auch für Wohnmobile wurde für Deutschland jedoch gar nicht eingeführt, sondern eine Formulierung in die Straßenverkehrsordnung eingefügt, die von geeigneter Bereifung für jede Witterung handelt.
